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40 engagierte Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen kamen am 5. März 2026 in der historischen Hörsaalruine der Charité in Berlin zusammen: Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Verbänden, NGOs, Gewerkschaften, Behörden und Wissenschaft.
Der Tag lebte von wechselnden Perspektiven und Formaten, ergänzt durch theatrale Auftritte von Metallen als personifizierte Figuren.
Trotz der heterogenen Zusammensetzung entstanden keine heftigen Kontroversen. Weitgehende Einigkeit bestand bei diversen Themen der Metallpolitik: Kreislaufwirtschaft, strategische Reserven, digitaler Produktpass oder der Notwendigkeit staatlicher Steuerung. Kontrovers diskutiert wurden die Frage der Mengenreduktion von Metallbedarfen, sowie die Gewichtung von Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Verteilungsgerechtigkeit.
Teil 1 dokumentiert den gesamten Tag und illustriert ihn mit Impressionen.
Im Teil 2 des Berichts wurden von den Workshop-Ergebnissen abgeleitet 12 Handlungsempfehlungen erarbeitet – als Einstieg in eine konsistente Metallpolitik und Rohstoffwende Metalle. Die Maßnahmen greifen in unterschiedlichen Zeiträumen, von akut bis langfristig:
Akut: strategische Rohstoffreserve für kritische Metalle aufbauen; Notfallvorsorge (Krisenstab, Notfallpläne, Stresstests).
Kurz- bis mittelfristig: Datengrundlagen schaffen; digitalen Produktpass voranbringen; Metallverbrauch digitaler Infrastruktur erfassen und begrenzen; Dissipation von Technologiemetallen verringern; dazu eine nationale Metallstrategie erarbeiten und einen interministeriellen Koordinationsausschuss einrichten, flankiert durch explizite Aufgaben für Unternehmen in der Rohstoffwende sowie durch die Einbindung von NGOs und Gewerkschaften; und nicht zuletzt die Verbraucherpolitik für nachhaltigeren Metallumgang stärken.
Mittel– bis langfristig: ergänzend zwei Empfehlungen zur dauerhaften Versorgungssicherheit: ein forschungs- und technologie- sowie industriepolitischer „Airbus-Moment“ für Metalle sowie ein gesellschaftlicher Bewusstseinswandel, der die Metallpolitik auf die Bedeutungsebene der Energiepolitik hebt.
Der Workshop demonstrierte an einem konkreten Beispiel (Neodym-Krise), wie aus dem akuten Versorgungsengpass kurz- und mittelfristige Strategien entwickelt werden können. Zugleich wurde deutlich: Die dauerhafte Sicherung der Metallversorgung – für alle Menschen, über Generationen hinweg – kann nicht in die Zukunft verschoben werden, sondern beginnt mit heutigen Weichenstellungen.
In den 12 Handlungsempfehlungen werden jeweils die vorrangigen Adressaten angesprochen, an die sich die Empfehlungen richten sowie eine mögliche Vorgehensweise für die Umsetzung konkretisiert. Zur Umsetzung der Empfehlungen folgen Policy Papers, in denen spezifische Akteursgruppen angesprochen werden.
Übergreifende Maxime für eine Rohstoffwende Metalle: Vom Reagieren ins Handeln kommen. Dauerhaft beginnt jetzt.
